21. Allgäu Triathlon 2003 in Immenstadt im Allgäu, 19. Juli 2003
 

Erlebnissbericht Allgäu-Triathlon Immenstadt von Christoph Steurenthaler

Da mir der Triathlon in Immenstadt letztes Jahr so gut gefallen hatte, warf ich meine Anmeldung kurz vor Meldeschluß in den Postkasten in der Hoffnung, noch eine Startplatz zu bekommen. Und ich bekam ihn.
Im Gegensatz zu letztem Jahr fehlten bekannte Athleten wie Faris Al-Sultan, Stephen Sheldrake, Uwe Widmann, Steffen Liebetrau, Jarrod Brauer oder auch Ines Esthed, denn es waren nicht gleichtzeitig auch die deutschen   Meisterschaften auf der Mitteldistanz.
Die finden dieses Jahr bekanntlich in Kulmbach statt.
Aber auch so gab es genug wohlklingende Namen aus dem In- und Ausland im  700-Athleten starken Teilnehmerfeld.
Die Distanzen waren 2km Schwimmen im schönen Alpsee, 92 unglaublich anspruchsvolle Radkilometer, die man eigentlich nicht beschreiben kann und selbst gefahren sein muß, um die verzweifelten und verzerrten Gesichter der Athletinnen
und Athleten verstehen zu können und 1200 Höhenmeter (HÖHENPROFIL) auf 92 km bedürfen eigentlich auch keiner weiteren Ausführung zur Härte der Radstrecke. 
Es gibt auch  abbsolut kein Windschattenproblem und man sieht fast keine Kampfrichter auf  Motorrädern.
Abschließend ist noch ein Halbmarathon (21km) zu laufen.

Das Schwimmen lief ausgesprochen gut und ich kam nach 28min als 21. aus dem Wasser. Auf dem Rad erwartet die Teilnehmer schon nach wenigen Kilometern der erste Prüfstein, der Kalvarienberg in Immenstadt mit bis zu 16% Steigung. Es ist zwar nur ein relativ kurzer Stich, ca. 900 m, aber die haben es in sich.

Dafür wird man mit einer grandiosen Stimmung belohnt, denn viele Zuschauer säumen vor allem auf der zweiten Radrunde den Straßenrand und man fühlt sich ein klein wenig wie beim Anstieg nach Alp d´Huez. Ich machte ordentlich Druck, sammelte einen nach dem anderen ein und konnte zeitweise bis auf den dritten Platz vorfahren. Leider reichten die Kräfte nur bis Kilometer 75, ab da
machte sich eine bleierne Müdigkeit in meinen Beinen bemerkbar und ich sehnte nur noch die Wechselzone herbei.
Und das Laufen hätte überhaupt nicht sein müssen. Zwei Wochen Regenerationszeit seit dem Ironman in Klagenfurt waren einfach
zu wenig, und das bekam ich bitter zu spüren.
70 Radkilometer und 10 Km Laufen wäre OK gewesen aber so war der Wettkampf ein bisschen zu lang.
Trotz allem wurde ich 14. im Gesamtklassement und 2. in meiner Altersklasse TM20.

 Ich kann den Wettkampf nur wärmstens empfehlen. Eine tolle Atmosphäre, keine
Lutscher, eine wunderschöne Landschaft und im Ziel ein Obstangebot wie man
es nirgendwo anders bekommt.
 
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