Marathon-Bericht aus Rom

von Markus Schüler


Am 13.03. fand in Rom der XI City Marathon statt. Mehr als 10000 Läufer aus allen Herren Ländern haben sich für den Lauf in der ewigen Stadt angemeldet.

 Ich bin noch nicht so lange dabei und dachte mir, dass mit jedem Trainingskilometer die Chance steigt, Bestzeiten aufzustellen. So reiste ich mit dem Ziel an, meine im Oktober in Frankfurt erzielte Zeit zu unterbieten.
Mit dem ersten Tag in Rom war mir gleich bewusst, dass diese Strecke ungeeignet ist, um neue Rekorde aufzustellen. Im Vorfeld hatte ich trotz der schlechten Wetterbedingungen sehr gut trainiert, mir war auch bewusst, dass mich einpaar Kopfsteinpflasterpassagen erwarten, jedoch mit etwa 40% der kompletten Strecke auf Kopfsteinpflaster, habe ich nicht gerechnet. Hinzu kam auch noch, dass ich mich am Freitag vor dem Marathon noch erkältet habe, so dass es mit der Bestzeit nichts wurde.

Die Organisation war traumhaft, von Donnerstag bis Sonntag konnte man die Startnummer abholen. Das Marathon-Village bestand aus 2 riesigen Zelten, darin boten die namhaften Hersteller ihre neuen Modelle an. Dort konnte ich auch die neuen Diadora Schuhe Ironmythos (Laufschuh) und den Ironheart (Radschuh) anprobieren, leider nicht kaufen.

An der Startnummernausgabe ging es sehr ruhig zu, kein südländisches Chaos, da man an 3 Tagen die Startnummer abholen konnte, hat sich alles gut verteilt und es gab kein Gedränge.

Man bekam also seine Startnummer, am nächsten Stand gab es einen Asics-Rucksack mit dem Logo, enthalten waren noch eine Flasche Wasser und eine Flasche Gatorade, sowie ein T-Shirt ebenfalls von Asics. Vor dem Verlassen der Zelte gab es noch weitere Flaschen Wasser und Gatorade sowie diverse Riegel, Schlüsselanhänger und mehr.

Jetzt zum eigentlichen Rennen:

Man musste sich so gegen 7.30Uhr hinter dem Colosseum einfinden, keine Ahnung warum so früh, denn es ging erst um 9Uhr los. Wie auch in Deutschland, gab es auch im Startbereich zu wenige Toiletten, so dass überall hingepinkelt wurde, auch gegen 2000  Jahre altes Gemäuer.

Nachdem der Chip (Datasport) aktiviert wurde, der in der Startnummer integriert war, reihte man sich in seinen Startblock ein. Kurz vor 9Uhr erfolgte der Startschuss. Es ging direkt auf Kopfsteinpflaster los, man lief an sämtlichen Sehenswürdigkeiten die Rom so zu bieten hatte vorbei. Natürlich gab es auch Passagen, gerade im Norden, die weniger reizvoll waren. Entlang des Tiber in Richtung Autobahn, an der Startnummernausgabe vorbei, wieder zurück in die Innenstadt.


Besonders schlimm empfand ich die Kopfsteinpflasterpassagen in der Altstadt bei KM 33, die Gasse war vielleicht 5m breit, das Pflaster durch Autos eher wie eine Senke, es tat richtig weh. Dann kam leider ein Stück Strecke, wie es sie wohl bei jedem Marathon geben muss, 4km hin und 4km wieder zurück auf einer Strasse, vergleichbar mit dem Mainz-Marathon in Richtung Weisenau, einfach nur ätzend/langweilig.

Im Ziel, wieder am Colosseum bekam man seine Medaille, rechts und links standen dann Busse, in denen die Taschen aufgewahrt wurden, vorher bekam man noch einen Tüte mit Obst und Getränken, nicht so ein wildes Gegreife und Gebunkere wie in Frankfurt.


Die Zuschauer am Rand waren mit sehr viel Begeisterung dabei, nicht so verhalten wie in Frankfurt oder Mainz. Auch die, die nicht so schnell waren, konnten mit der Begeisterung der Massen rechnen.

Als Verpflegung gab es Wasser und Gatorade, leider keine Coca Cola. Zum Essen gab es Kekse, Bananen, Äpfel und Orangen, naja wer´s mag und auch vertragen kann.

Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass man wohl nicht nur zum Laufen nach Rom fährt, sondern sich auch die Sehenswürdigkeiten ansehen will. Das bedeutet, dass man neben dem Marathon bestimmt nochmal 20km so durch die Stadt läuft, was auch nicht gerade förderlich im Vorfeld eines Marathons ist.


Alles in Allem bin ich froh dort gestartet zu sein, der Preis von 30Euro für den Start war vergleichsweise günstig, besonders wenn man noch einen Rucksack, T-Shirt usw alles dazu bekommt.