BERICHT vom 15. Simmerner Triathlon am 19.6.2005

von Christoph Steurenthaler

Bilder finden sich hier.


„Wie, kein Neo erlaubt“??? Die alles entscheidende Nachricht am Rennmorgen. Das gab`s noch nie in Simmern. Die hatten doch immer Mühe, das Becken für den Triathlon aufzutauen…Der Tag ist gelaufen, wir können genauso gut wieder gehen. Ade, relativ gute Schwimmzeit.

Wir bedauern uns noch eine Weile gegenseitig, sprechen uns Mut zu und checken die Räder ein. Die Zeit bis zum Start vergeht wie immer sehr schnell. Bevor es in die grüne Brühe geht machen viele Athleten alibihaft noch einige Dehnübungen. So, der letzte Teilnehmer der vorigen Startgruppe verlässt das Wasser und wir dürfen uns einschwimmen. Einer nach dem anderen verschwindet im Becken. Ich möchte nicht wissen wie viele Triathleten in den tiefen des Beckens, von Schlingpflanzen umschlungen, gefangen sind.

Das Wasser ist wirklich warm. Gut für die Faune, sie gedeiht prächtig. Und je länger wir schwimmen desto mehr Grünzeug wird aufgewirbelt. Aber alles hat ein Ende, selbst eine 100 Meter Bahn und nach 13 Wenden ist es geschafft. Zum Glück habe ich wie immer vergessen, die Stoppuhr zu drücken. Denn sonst wäre ich angesichts der Schwimmzeit auf dem Weg zur Wechselzone heulend zusammen gebrochen. Dass meine Schwimmform ohne Training nicht die Beste ist weiß ich ja, aber soooooo langsam kam ich mir gar nicht vor.

Dafür läuft es auf dem Rad umso besser und ich drücke auf`s Tempo. Einen nach dem andere sammle ich ein. Die Strecke gefällt mir nicht besonders. Schlechter Asphalt, die Straße gleicht einem Flickenteppich, haufenweise Schlaglöcher und dazu die natürlichen Feinde des Radfahrers, die Anstiege und Hügel. Kurz vor Ende der ersten Runde schließe ich zu Mark auf. Jetzt liege ich in der TCEC-Rangliste auf dem zweiten Platz. Fehlt nur noch Tobi von unseren Jungs. Der scheint gute Beine zu haben, denn auch auf der zweiten Radrunde sehe ich ihn nicht.

Nach gut 40 Kilometern stelle ich das Rad wieder in der Wechselzone ab und begebe mich auf die Laufstrecke. Ganz einfache Streckenführung: 2.5 Kilometer bergauf, Wendepunkt, 2.5 Kilometer bergab. Und weil`s so viel Spaß macht dürfen wir 2 Runden laufen. Erstaunlicherweise komme ich den Berg gut hoch und mache weitere Plätze gut. Und dann sehe ich Tobi doch noch. Endlich! Am Wendepunkt kommt er mir entgegen und hat einigen Vorsprung. Doch auf dem Rückweg bergab und dem Anstieg in der zweiten Runde hole ich auf und als ich ihm auf dem Weg zum Wendepunkt wieder begegne ist der Vorsprung kleiner geworden. Bergab gebe ich alles und hole Tobi auf dem letzten Kilometer ein und laufe kurz vor ihm ins Ziel. Geschafft! Kurz darauf laufen auch Mark, Uwe und Matthieu über die Ziellinie. Dank der guten Mannschaftsleistung werden wir Tagesfünfter und verbessern uns in der Tabelle der zweiten Bundesliga auf den 7. Platz.

Uwe hatte keinen so guten Tag erwischt, aber nach seinem Monstertraining der vergangenen Woche(n) ist das auch kein Wunder. Wer mit Kai Hundertmarck zusammen im Renntempo die Radstrecke für den Ironman in Frankfurt abfährt muß sich nicht zu wundern, wenn eine Woche später die Beine immer noch müde sind;-).