BERICHT vom Kurztriathlon in Sinzig am 11.9.2005

von Christoph Steurenthaler

Bilder finden sich hier.


Same procedure as every year… Wie jedes Jahr fand in Sinzig der Saisonkehraus der einzelnen Triathlonligen statt. Und, wie könnte es auch anders sein, nach einer herrlich warmen Spätsommerwoche waren die Wetteraussichten miserabel. Regen sollte es mindestens geben, wenn nicht sogar Gewitter und Hunde und Katzen und Hagel…

Wir Cracks des TCEC, die Semi-Profis aus der 2. Bundesliga, hatten „spielfrei“. Für uns war bereits der Draftdathlon in Giessen die letzte Saisonveranstaltung gewesen. So konnte Uwe für die Mannschaft in der Lottoliga starten und Matthieu und ich (Christoph) versuchten uns zusammen mit Ralf Wölms als „Dream-Team“ im Staffelwettbewerb. Und wir rechneten uns gute Chancen auf den Sieg aus. Mit Ralf „Thorpedo“ als schnellem Schwimmer und dem „weißen Kenianer“ (Zitat geklaut) Matthieu sollte doch einiges möglich sein. Ich übernahm den Radpart. Und noch regnete es nicht…

Ralf als Staffelteilnehmer startete im zweiten Startblock mit knapp zehn Minuten Abstand zu den Ligateilnehmern. Der Rhein hatte viel Wasser und die Strömung war dementsprechend stark und wir rechneten mit sehr schnellen Schwimmzeiten. So war es dann auch. Nach etwas mehr als 19 Minuten kam Ralf bereits in die Wechselzone gerannt. Unser Wechsel war im Vergleich zu den Einzelstartern wesentlich unkomplizierter, denn das mühsame „obwohl-sich-alles-dreht-und-mir-schwindlig-ist-aus-dem-Neoprenanzug-quälen-und die-Brille-und-den-Helm-und-das-Startnummernband-anziehen“ entfiel für uns. Ein kurzes Abklatschen von Ralf genügte und los ging`s für mich. Und noch immer regnete es nicht.

Es war mal was anderes, einfach so drauflos brettern zu können und nicht ans Laufen hinterher denken zu müssen. Durch unseren Start in der zweiten Startgruppe war schon ordentlich Betrieb auf der Radstrecke. Teilweise fuhren die Athleten zu dritt nebeneinander und ich musste mich dicht am linken Straßenrand vorbei zwängen. Auf das Rechtsfahrgebot sollte in den Wettkampfbesprechungen noch deutlicher hingewiesen werden. Abgesehen davon lief es super, mir war zwar zwischendrin ganz ordentlich schlecht, aber ich arbeitete mich nach vorn. Leider fing es Mitte der zweiten Runde an zu regnen und auf dem Weg zurück zur Wechselzone prasselte der Regen immer kräftiger. Kurz vor Ende der Radstrecke konnte ich auch noch den sehr gut im Rennen liegenden Mirko überholen, sodass Matthieu unter den ersten 15 auf die Laufstrecke wechselte. Wir hatten den Rückstand fast wettgemacht. Matthieu lief trotz Regens ein super Rennen und gemeinsam überquerten wir nach 2:06:08 Stunden die Ziellinie. Mit über 13 Minuten Vorsprung gewannen wir souverän den Staffelwettbewerb. Der Gesamtsieger war allein dennoch 13 Sekunden schneller als wir im Team… Hut ab. In ein paar Jahren werden wir erfahren ob das mit rechten Dingen zuging, wenn die Dopingprobe aufgetaut und mit den dann möglichen Verfahren untersucht werden wird;-)…