Die Legende

Am 26. August 1984 entschließen sich die drei Freunde Klaus Schmidt, Wolfgang Jung und Raimond Gailis -Spitznamen „Die Eisheiligen“- einen Triathlon zu veranstalten. Man hatte sich Grosses vorgenommen.

Die Distanzen: 2 km Schwimmen – 80 km Radfahren – 10 km Laufen

Erst 1 Jahr zuvor hatten Sie gemeinsam einen Fernsehbericht über den Hawaii-IRONMAN gesehen und waren seitdem vom Triathlonfieber gepackt. Von Anfang an war man sich einig, dass die Erlöse aus der Veranstaltung einem karitativen Zweck zugute kommen sollen. Sämtliche Sponsorengelder, Spenden und Startgelder gab man z. B. an den Commit-Club für Rollstuhlfahrer weiter. Die Rollstuhlfahrer bedankten sich und nahmen die Athleten am Ziel im Lennebergwald in Empfang.

17 Teilnehmer gingen bei der ersten Austragung, teilweise mit Damenfahrrädern ihrer Schwestern an den Start und kamen auch ins Ziel.

Einer der Teilnehmer legte am Radwendepunkt nach 32 km sogar eine Zigarettenpause ein, wurde aber trotzdem nicht Letzter.

Der pure Luxus: Jeder Teilnehmer hatte im Mombacher Schwimmbad einen eigenen Bahnenzähler und „Motivator“ zur Seite. Ertrunken ist keiner. Nur in Sagen spricht man noch von den nicht ganz alkoholfreien Feiern nach dem Wettkampf in der Tangente (Studentendisco), aus der manche Heldengeschichte überliefert wurde.

Die Veranstaltung fand in jedem der nächsten Jahre statt. Sportler aus einem losen Verband von Kletterern und Ausdauersportlern mit dem Namen „Chaos“ ergänzten bald das Starterfeld.

Um dem Treiben eine gemeinsame Plattform zu bieten, sollte ein Triathlon-Verein gegründet werden. Beide Parteien sahen sich sehr eng mit ihrem Namen verbunden. So einigte man sich 1988 auf den heutigen Namen  Triathlon Club Eisheiligen Chaos.

Die ersten Wettkämpfe

Aus der einstigen „verrückten Idee“ entsprangen schnell hervorragende Triathleten, die mit Erfolg an Nationalen und Internationalen Wettkämpfen teilnahmen.

Juni 1988 Worms: Rheinhessen-Meisterschaft mit Bernd Michel, Maxi Macsenaere, Raimond Gailis

Juli 1988 Roth: erster IRONMAN aus Mainz !!! Raimond Gailis

Am 1. Mai 1989 veranstaltet der TCEC-Mainz die EM-Quali mit der kompletten deutschen Spitze über die Kurzdistanz. Der „wilde Eisheiligentriathlon“ läuft parallel weiter. Im August 1989 gewinnen Dr. Barbara Gellrich und Raimond Gailis den „Großen Preis von Deutschland“ und die Gesamtwertung der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft.

HAWAII 1989

Dr. Maxi Macsenaere und Raimond Gailis finishen als erste Mainzer beim IRONMAN auf Hawaii !!!

In den 90er Jahren nimmt, bei 30-40 Vereinsmitgliedern, eine kleine Gruppe an Ligawettkämpfen des RTVs teil. Der „Eisheiligen-Triathlon“ findet weiterhin jedes Jahr im kleinen Rahmen mit 5-15 teilnehmenden Vereinsmitgliedern statt. Zu den paar Vereinsmitgliedern gesellen sich nach und nach auch Freunde und Bekannte, bis im Jahr 2002 der Ruf nach einer größeren Veranstaltung für ein breiteres Publikum nicht mehr zu überhören ist.

In der Zwischenzeit ist der Verein auf ca. 80 Mitglieder gewachsen, so dass mal wieder ein richtungweisender Entschluss gefasst wird.

Der „Mainzer-Triathlon“ soll 2002 starten.

Man hoffte auf 50 bis 80 Teilnehmer. Wenn man 100 erreichen würde, wäre das eine Sensation. 600 Meter Schwimmen im Freibad, 30 km Radfahren (waren 34) und 6 km Laufen sollten es werden.

Eine Distanz, die auch für den „Jedermann“ zu schaffen ist. Kaum in der Ausschreibung, musste man in großer Bedrängnis das Starterfeld bei 220 Teilnehmern schließen. Als am 11. August der „Mainzer-Triathlon“ mit großem Erfolg seinen Lauf nimmt, werden erneute Rufe im Mainzer Umfeld laut. Für das kleine Veranstaltungsteam gibt es kein Zurück mehr.

Der erste eigene Wettkampf

Die Idee zum „Mainzer City-Triathlon“ wird geboren.
Bei der ersten Veranstaltung über 200 Teilnehmer an den Start zu bringen heißt, man muss das Starterfeld erweitern.

Das Schwimmbad reicht nicht mehr aus, da man für 2003 auf 300 Starter hofft. Der Rhein vor der Haustür bietet eine hervorragende Schwimmstrecke mitten in der City. Als Plattform für den Start soll eine Autofähre dienen. Der Landesverband genehmigt dem TCEC die Austragung der Rheinland-Pfalz-Meisterschaften. Erneut muss die Startliste mit 550 Teilnehmern frühzeitig geschlossen werden. Mit einem solchen Ansturm hatte man nicht gerechnet.

Das ZDF berichtet live mit Hubschrauber und Motorradkameras über das Geschehen in Wechselzone und Zieleinlauf auf dem Fernsehgartengelände. Jürgen Zäck, Stefan Holzner und Ute Mückel lassen sich Mainz nicht entgehen.
Auch als der „Mainzer City-Triathlon“ im Jahr 2004 zum 2. Mal über die Mainzer Strassen „fliegt“, lässt sich der Fernsehgarten das Spektakel nicht entgehen. Mit 800 gemeldeten Teilnehmern erreicht man nie erahnte Dimensionen. Wiederum werden die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften auf der Sprintdistanz ausgetragen. In einem TOP-Starterfeld kämpfen Weltklasse-Athleten wie Nicole Leder, Nicole Best, Jürgen Zäck, Thomas Hellriegel, Markus Forster, Kai Hundertmarck u. a., unter der Moderation von Lothar Leder um den Sieg.

Im Juli 2004 wird zum 1. Mal ein Kindertriathlon in Mainz veranstaltet. Auch hier finden auf Anhieb 80 Kinder viel Spaß bei und an unserem Sport. Aufgrund dieses Erfolges wird eine Kinder- und Schülermannschaft gegründet. Der TCEC ist von einer damals „verrückten Idee“, zum mit über 160 Mitgliedern, größten Triathlon-Verein in Rheinland-Pfalz gewachsen. Im nächsten und in den kommenden Jahren wird sich der TCEC immer wieder neu und vielleicht auch mit weiteren „verrückten Ideen“ präsentieren.

Wir freuen uns, wenn Ihr dabei sein wollt und heißen Spitzensportler und vor allem auch Einsteiger herzlich willkommen. Mit viel Unterstützung stehen wir Euch gerne zur Seite.


Euer TCEC-Mainz